Heimat und Transzendenz

Der Begriff „Heimat“ ist in vielen Herzen und Diskussionen neu erwacht. Bei allen Gefahren populistischen Missbrauchs meldet sich im Bedürfnis nach Beheimatung – inmitten der heutigen technisierten und globalisierten Einheitskultur mit ihren Banalitäten und Abstraktionen – doch eine tiefe und berechtigte Sehnsucht. Oft wird der Wunsch nach Halt, Identität und Beheimatung gerade auch an die Religion(en) herangetragen oder mit ihnen verbunden.

Nun ist die „eigentliche Heimat“ der Christen im Himmel (Phil 3,20). Doch andererseits hat sich Jesus Christus in die konkrete Welt und in das jüdische Volk inkarniert. Der Glaube an ihn, das Christentum, hat sich seit apostolischer Zeit vielfach ausgefaltet und in Völkern, Kulturen und Mentalitäten bestimmte Formen angenommen, die diese Völker wiederum aufs Tiefste geprägt und geformt haben. Das Spannungsverhältnis von irdischer und überirdischer Heimat wird auch in den Konfessionen unterschiedlich betrachtet – insofern ist es gerade auch ein ökumenisches Thema.

Bei der Ökumenischen Einkehrzeit werden zentrale Themen des Lebens und der Kirche mehr meditierend als diskutierend theologisch bedacht – im Rahmen liturgischer Feiern der römischen, der byzantinischen und der evangelisch-lutherischen Tradition.

In der diesjährigen Ökumenischen Einkehrzeit ist auch die offizielle Verleihung des Abt-Emmanuel-Heufelder-Preises an SE Dr. Serafim Joantă, Erzbischof der Rumänischen Orthodoxen Erzdiözese von Deutschland, Österreich und Luxemburg, Rumänisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland, Zentral-und Nordeuropa geplant, mit einer akademischen Feier (Laudatio, Festvortrag).
 

Vorträge (alphabetisch)         >> Pdf-Flyer mit dem Programm im Detail ab Mai hier abrufbar

  • Abt Dr. Marianus Bieber OSB, Niederaltaich
    Die Bedeutung der Herkunft für die Zukunft – zur Frage der geistigen Heimat in Kunst und Spiritualität
  • Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Heiligenkreuz bei Wien
    "Wohin gehen wir? Immer nach Hause." (Novalis)
    Von irdischer und himmlischer Heimat
  • P. Johannes Hauck OSB, Niederaltaich
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  • Dr. Serafim (Joanta), Rum.-Orth. Metropolit für Deutschland, Zentral- u. Nordeuropa, Nürnberg
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  • Prof. Dr. Karl Pinggéra, Marburg
    "... und unsre Heimat ist im Himmel, auf Erden aber der Ort der Bewährung"
    Zur Bedeutung von Heimat im östlichen Christentum
  • P. Dr. Augustinus Weber OSB, Niederaltaich
    „Heimkehren werde ich ins Haus des HERRN“ (Ps 23,6)
    ‒ Pilgerschaft und Heimat im Zeugnis der Schrift

Seminare mit

  • Abt Dr. Marianus Bieber OSB, Niederaltaich
    Heimat als Gottesbild – C.D. Friedrichs Ikonen der Landschaft
  • P. Dr. Augustinus Weber OSB, Niederaltaich
    „Wie könnte ich dich je vergessen, Jerusalem“ (Ps 137,5) ‒ Texte aus den Psalmenhomilien des hl. Augustinus
    Selig werden ‒ Eine verloren gegangene Orientierung für das menschliche Leben
  • Pater Johannes Hauck OSB, Niederaltaich
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Meditationen

  • N.N.