Die beiden Türme 109 (1/2016)

Monstranz mit den Heiligen Benedikt und Gunther, um 1685

Inhaltsverzeichnis

Die Gottesfrage als Phänomen der Gottsuche
in der Tradition der abendländischen Kontemplation
Vortrag beim Deutschen Ökumenischen Studienausschuss  (5)
von Abt Dr. Marianus Bieber OSB

Gott leibhaftig preisen, erzählen, bitten –
Zur Theologie der Basilius-Anaphora
Teil 2 des Vortrags bei der Ökumenischen Einkehrzeit 2015  (15)
von P. Johannes Hauck OSB

Das Te Deum – ein Hymnus mit alten Spuren im neuen Text  (39)
von Frater Gregor Baumhof OSB

Aus der Oblatengemeinschaft  (46)
von Frater Pirmin Wolf OSB

Zum Stand der Hochwassersanierung in unserem Gymnasium  (48)
von Prior Frater Dr. Vinzenz Proß OSB

Nachrichten aus der Abtei von November 2015 bis April 2016  (51)
von Frater David Kopp OSB

Unsere Veranstaltungen – ausführliches Programm 2016/2017  (64)

Unsere Eucharistiefeiern am Sonntag  (75)


Geleitwort

Liebe Freunde der Abtei,

ich grüße Sie alle am Hochfest des Leibes und Blutes unseres Herrn Jesus Christus.

An dieser Fronleichnamsfeier tragen wir unseren Heiland unter der Gestalt des gewandelten Brotes in unsere Dörfer und Städte – auch wir hier in Niederaltaich ziehen mit der (auf der Titelseite abgebildeten) Monstranz bis an die Donau. Manche moderne Christen tun sich schwer mit diesen alten Frömmigkeitsformen, und in der Tat, wenn die innere Anteilnahme, die innere
Anbetung fehlt, bleiben solche Riten leer. Kann es denn überhaupt so etwas wie eine eucharistische Schaufrömmigkeit geben, ist die Eucharistie nicht ganz auf die Kommunion, die Aufnahme des Leibes Christi angelegt? Doch lehrt uns nicht gerade die heutige Medienwelt, dass Schauen verändert, Bilder die Seele prägen? – Alle, die den Bildern der Götzen dienen, werden wie sie, verkündet schon der Psalmist. Gilt dies nicht auch umgekehrt, dass das Schauen des Heiligen uns verändern kann, die schauende Andacht uns etwas von der Liebe und Hingabe des geschauten Christus zu schenken vermag?

Ich wünsche Ihnen allen diese besondere Nähe unseres Herrn an diesem Fest und in Ihrem Alltag!

                          Abt Marianus Bieber