Am Fest des hl. Benedikt, dem Patron Europas, (11.Juli) wurde frater Symeon Maria vom Passauer Bischof Stefan Oster in der Basilika der Abtei Niederaltaich zum Priester geweiht. Die Band Ecclesiophon aus Berlin und ein Projektchor aus Gemeindegliedern und Schülerinnern gaben die Liedteile v.a. im "Neuen Geistlichen" aber auch in anderen Stilen wieder.

In seiner Predigt betrachtete Bischof Stefan drei Aspekte: Umwege – den Hl. Benedikt – das Priestertum. Die Lebens-Stationen und verschiedenen beruflichen Tätigkeiten des Weihekandidaten führten ihn – als „wahrhaften Gottsucher“ (RB, Kapitel 58,7) - schlussendlich nach Niederaltaich.

Dabei birgt das Gemeinschaftslebens nach der Benediktsregel durchaus "unzeitgemäße" Herausforderungen, etwa die „stabilitas loci“: ein Mönch bindet sich an eine ganz bestimmte Abtei und die dortigen Brüder. Besonders betonte der Bischof die zwölf Stufen der Demut (Kapitel 7 der Regel). "Ordensleben fordert, fast notwendig, ein Herabsteigen. Auch in dem Sinn, wie es in der zweiten Lesung geheißen hat: Ertragt einander in Liebe. Und diese Liebe haben wir nicht automatisch aus uns selber, […] Diese Liebe kommt von unserem Herrn, der immer und in jeder Situation sein Ja zu uns erneuern möchte.“

Nach der Allerheiligenlitanei folgte die eigentliche Weihe durch Handauflegung und Gebet. Am Ende des Gottesdienstes zog die gesamte Altarversammlung nach dem feierlichen Te Deum zum Marienaltar, wo der byzantinische Mariengruß „Hilfe der Christen“ gesungen wurde. Die Feier im Anschluss fand gemeinsam mit dem Schulfest des Gymnasiums St. Gotthard im Klosterinnenhof statt und hob so die Verbundenheit der Schulfamilie mit dem Kloster hervor.

Am nächsten Tag feierte Pater Symeon Maria in der Basilika seine Primiz. Dieser Gottesdienst wurde musikalisch vom Offizium N gestaltet. Am Abend schließlich spendete der Neupriester am Ende der lateinischen Vesper den Einzel-Primizsegen.

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